Hochbeet anlegen – mehr Ernte im Beet!

Hochbeet anlegen Hochbeet im Garten

Möchte man viel und bequem ernten, sollte man ein Hochbeet anlegen.

Überlegen Sie, ob Sie ein Hochbeet anlegen sollen? Sind Sie vielleicht unsicher, ob sich der Aufwand lohnt? Es lohnt sich! Denn im Vergleich zu einem Beet auf dem Boden hat ein Hochbeet Vorteile. Viele dieser Vorteile entstehen durch die besonderen Bedingungen, die durch den Aufbau des Hochbeets geschaffen werden.

Was ist ein Hochbeet?

Sie sind nicht nur ein Blickfang im Garten, sondern auch eine intelligente Lösung für Hobbygärtner, die sich eine ertragreiche Ernte wünschen: Hochbeete. Im Gegensatz zu einem klassischen Beet auf dem Boden wird ein Hochbeet in einem hohen Rahmen angelegt. Darin befinden sich verschiedene Schichten aus Zweigen, Blättern, Gartenabfällen, Kompost und Gartenerde. Oben können dann Gemüse und Kräuter angebaut werden, genau wie in einem normalen Beet. Warum Sie ein Hochbeet anlegen sollten, erfahren Sie in der Erläuterung der Hochbeet Vorteile.

Hochbeet anlegen – die Vorteile

Bodenwärme

Zersetzungsprozesse, die durch die spezielle Schichtung im Beet ausgelöst werden, erzeugen Wärme im Beet. Die Erde, in die die Pflanzen gesetzt werden, wird so um fünf bis acht Grad Celsius erwärmt. Außerdem sind die Pflanzen im Hochbeet nicht der Bodenkälte ausgesetzt. Durch diese besseren Temperaturbedingungen keimen die eingesetzten Samen schneller und früher als in einem herkömmlichen Beet. Außerdem können Sie das Beet im Herbst und im Frühjahr länger beziehungsweise früher nutzen. Dadurch steigt der Ertrag beachtlich.

Nährstoffe

Ein weiterer Effekt des Zersetzungsprozesses im Hochbeet ist, dass durch das Verrotten der einzelnen Schichten Nährstoffe und Kohlendioxidgas freigesetzt werden. Sie beide fördern das Pflanzenwachstum. Auf Dünger im Hochbeet können Sie deshalb verzichten. Das Hochbeet düngt sich sozusagen selbst – und das auf eine ganz natürliche Art und Weise ohne chemischen Dünger!

Hoher Ertrag

Durch die Bodenwärme und die zusätzlichen Nährstoffe wirft ein Hochbeet im Vergleich zu einem normalen Beet zwei- bis dreimal mehr Ernte ab – und das bei gleicher Anbaufläche. Die Pflanzen können früher eingesetzt werden, die Früchte reifen schneller und nach der ersten Ernte kann direkt die nächste Aussaat folgen. Insgesamt können Sie ein Hochbeet im Frühjahr vier bis sechs Wochen eher und im Herbst vier bis sechs Wochen länger nutzen als ein Beet auf dem Boden. Wird eine zusätzliche Abdeckung fürs Hochbeet angebracht, kann es auch als Frühbeet dienen.

Unabhängigkeit von Bodenqualität

Ein Hochbeet ist eine tolle Alternative für Gärten, die nicht mit einem fruchtbaren Boden gesegnet sind. Da die verschiedenen Schichten und die Erde in einer Kiste untergebracht sind, kann ein Hochbeet auch außerhalb von Gärten aufgestellt werden. Wie wäre es mit einem Hochbeet auf dem Balkon, einem Hochbett auf der Terrasse oder einem Hochbeet in der Stadt am Straßenrand?


Tipp: Zwar ist ein Hochbeet eine tolle Möglichkeit, auch auf Asphalt oder gepflastertem Boden ein Beet zu errichten, viel besser steht ein Hochbeet jedoch auf einer Stelle mit Kontakt zum Erdreich. Nur so können Regenwürmer und andere nützliche Bodentiere von unten ins Beet dringen und die Bodenstruktur verbessern. Aus diesem Grund sollten Hochbeete auch keine Kisten- sondern vielmehr eine Rahmenform haben.


Schutz vor Schädlingen

Durch die erhöhte Lage des Beetes haben es Schädlinge, die es auf die Pflanzen oder deren Früchte abgesehen haben, schwer. Eine Kante am Hochbeet hält Schnecken fern, ein Gitter im Boden schützt vor Wühlmäusen.

Kein Umgraben nötig

Es reicht wenn Sie einmal ein Hochbeet anlegen, danach kann es dann mehrere Jahre lang genutzt werden. Erst nach circa 5 Jahren muss man die Schichten im Hochbeet austauschen. Das Hochbeet wird nach der Ernte nicht umgegraben. Dadurch bleibt die natürlich gebildete Fauna mit all ihren Vorteilen über einen langen Zeitraum erhalten. Je nach Alter des Hochbeets eignen sich verschiedene Ost- und Gemüsesorten für den Anbau. Dabei wird zwischen Stark- und Schwachzehrern unterschieden. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter „Hochbeet bepflanzen“.

Element für die Gartengestaltung

Hochbeete sind meistens rechteckig, doch prinzipiell sind der Fantasie bei der Form eines Hochbeets keine Grenzen gesetzt. Außerdem kann man ein Hochbeet aus verschiedenen Materialien bauen, zum Beispiel aus Holz, Metall oder Stein. Dadurch ergeben sich tolle Gestaltungsmöglichkeiten für den Garten. Zum Beispiel kann ein Hochbeet als Abgrenzung zum Nachbargrundstück dienen oder den Garten in verschiedene Bereiche teilen.

Rückenschonend gärtnern

Wenn Sie unter Rückenproblemen leiden und gerne Beete bepflanzen, sollten Sie ein Hochbeet anlegen. Durch seine Höhe ist ein Hochbeet bei Rückenbeschwerden die ideale Lösung. Gartenfreunde können in ganz bequem etwa in Hüfthöhe gärtnern. Auch für Rollstuhlfahrer sind Hochbeete eine tolle Möglichkeit dem Garten-Hobby nachzugehen.

Hochbeet anlegen – die Nachteile

Die Nachteile eines Hochbeets halten sich in Grenzen. Natürlich ist zum Hochbeet Anlegen etwas Arbeitseinsatz nötig. Man kann ein Hochbeet selber bauen. Wer handwerklich nicht allzu begabt ist, sollte einen Hochbeet Bausatz in Erwägung ziehen. Bausätze gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, Materialien und Preisklassen. Ein weiterer Nachteil von Hochbeeten ist, dass sie im Vergleich zu einem klassischen Beet häufiger gegossen werden müssen, weil die Erde im Hochbeet schneller austrocknet.

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