Hochbeet befüllen – die vier Schichten

Die ideale Zeit, in der Sie ihr Hochbeet befüllen sollten, ist der Herbst. Zu dieser Jahreszeit fallen viele Gartenabfälle an, die für die Schichten im Hochbeet benötigt werden. Erst durch die besondere Schichtung von Naturmaterialien im Hochbeet ergeben sich die vorteilhaften Bedingungen, die zu einem hohen Ernteertrag führen.

Hochbeet befüllen Schichten Skizze Äste Häckselgut Laub Grassoden Grobkompost Feinkompost

Das Hochbeet befüllen Sie folgendermaßen: Es gibt vier Schichten im Hochbeet, die nach oben immer feiner werden. Jede Schicht sollte – je nach Höhe des Hochbeets – circa 20 bis 30 cm hoch sein. Bei niedrigeren Hochbeeten sind auch dünnere Schichten möglich. Achten Sie aber auch dann beim Befüllen auf eine gleichmäßige Höhe.

Hochbeet befüllen – so geht’s:

Ein Hochbeet sollte keinen Boden haben und auch nicht Asphalt, Beton oder Pflastersteinen stehen, sondern Kontakt zum Erdreich haben. Anstelle eines Bodens macht es Sinn, ein Gitter am Boden des Hochbeets anzubringen, das Wühlmäuse fernhält. Danach geht es ans Hochbeet befüllen.

Erste Schicht (ganz unten)

Die erste Schicht besteht Ästen, Zweigen und Sträucherschnitt. Achten Sie darauf, dass Sie etwas größere Äste ganz nach unten legen und kleinere Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern darauf. Diese Schicht sorgt dafür, dass das Hochbeet von unten gut durchlüftet wird und sich die anderen Schichten dadurch gleichmäßig zersetzen. Außerdem wird so Staunässe verhindert. Damit die zweite Schicht nicht durch die erste Schicht durchrieselt, macht es Sinn oben auf die erste Schicht die umgedrehten Grassoden zu legen, die beim Vorbereiten der Fläche zur Seite gelegt wurden.


Tipp: Falls keine Grassoden vorhanden sind, können Sie die erste Schicht auch mit Grasschnitt oder Stroh abschließen. Mischen Sie der ersten Schicht außerdem etwas Kalkstickstoff bei. Dieser tötet schädliche Pilz und wirkt gleichzeitig als Düngemittel.


Zweite Schicht

Die zweite Schicht, mit der Sie das Hochbeet befüllen, setzt sich aus etwas feinerem Material wie Häckselgut, feuchtes Herbstlaub oder anderen Pflanzenresten zusammen. Diese Schicht bildet eine solide Grundlage für die darauf folgenden Schichten.

Dritte Schicht

Als dritte Schicht wird grober Kompost ins Beet gefüllt. Der Kompost kann auch mit etwas Laub vermischt werden.


Tipp: Informieren Sie sich, was alles auf den Kompost darf und was nicht. Die Komposterde bildet einen wichtigen Bestandteil des Beets. Falsche Inhalte gefährden das Gleichgewicht.


Vierte Schicht

Zum Schluss kommt eine Schicht aus Feinkompost und/oder reichhaltiger Gartenerde. Wenn Sie das Hochbeet befüllen, sollten Sie auf eine gute Qualität der Erde achten. In diese Erdschicht setzen Sie dann später die Pflanzensamen und Setzlinge.


Tipp: Streuen Sie zwischen jede Schicht etwas Steinmehl* oder Kompostbeschleuniger*. Das beschleunigt die natürlichen Zersetzungsprozesse im Beet.